Off Europa: Mapping Israel – Eviatar/ Said + Rising

Off Europa: Mapping Israel – Eviatar/ Said + Rising
Freitag | 24. Mai 2019 | 20:00 Uhr


Eviatar/Said (Shira Eviatar) – Tanz

Ein Solostück für Evyatar Said

Gemeinsam mit dem Tänzer Evyatar Said erforschte die Choreographin Shira Eviatar Tänze und Rituale jemenitischer Kultur. Entkernt und in ihre Bestandteile zerlegt offenbaren diese ein beeindruckend vielfältiges Bewegungsvokabular. Neu zusammengesetzt wachsen sie zu einer überraschenden, einzigartigen Variante von zeitgenössischem Tanz. Fremd anmutend und doch assoziativ, voller Würde und von bewegender Ernsthaftigkeit.

„Shira Eviatar ist eine der führenden und vielversprechendsten Künstlerinnen des zeitgenössischen Tanzes in Israel und sie ist führend in der Tanzforschung zu ethnischer Identität.“
→ The Diver Festival for Contemporary Dance, 2017

Co-Autor + Performance: Evyatar Said
Choreographie: Shira Eviatar
Künstlerische Direktion: Yasmeen Godder

Erarbeitet in einem Residenzprogramm am Kelim Choreography Center in Tel Aviv, bei Tights – Alliance of Dance and Thought und an der SEAD in Österreich.
Unterstützt von Mifal Hapais, the Israel State Lottery.

Deutsche Erstaufführung

Dauer etwa 35 Minuten, danach Pause (ca. 15 Minuten)

Rising (Shira Eviatar)

Obwohl es auf Israels Bühnen immer insbesondere Tänzerinnen mit diesem kulturellen Hintergrund gab, blieben die Identitäten von aus dem Orient eingewanderten Juden in Israels Gesellschaft und Kunst weit gehend verborgen und unerforscht. Nach langen Jahren des „Nation-Buildings“, wo es Einwanderern vor allem darum ging, überhaupt dazu zugehören – und/oder ihre Herkunft im Zweifel eher zu verbergen, besinnt sich eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern vehement auf diese Wurzeln.

Die Choreographin Shira Eviatar ist fasziniert vom Bewegungsgedächtnis des menschlichen Körpers und von traditionellen Tänzen unterschiedlichster Kulturen. Noch vor ihrer Zusammenarbeit mit Evyatar Said adaptierte sie in ihrem Duett „Rising“ festliche Tänze aus Marokko und dem Jemen. Mit jeder Bewegung und jedem Ton, ob beim euphorischen Feiern oder bei Gefühlen wie Freude und Enttäuschung, Unsicherheit und Trauer offenbart sich hier eine kulturelle Verwurzelung, die den beiden Tänzerinnen buchstäblich in die Knochen geschrieben ist.

Tanz: Shira Eviatar, Anat Amrani
Choreographie: Shira Eviatar
Musik: Aharon Amram + Sfataim
Tanzinstruktion: Jemen Evyatar Said
Probendirektion: May Zarhy

Unterstützt von Yasmeen Godder Studio, Kelim Choreography Center und The Yehoshua Rabinovich Foundation for the Arts, Tel Aviv.

Keine Sprachbarriere
Dauer etwa 30 Minuten

http://www.shiraeviatar.com